Raupendermatitis: Ursachen

Raupendermatitis: Ursachen

Die Raupendermatitis tritt vor allem in der Zeit von Mitte April bis Ende Juni auf. Denn in diesem Zeitraum sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners aktiv. In der Regel fühlen sie sich dort wohl, wo Eichen an sonnigen, warmen Plätzen stehen – zum Beispiel in Wäldern, Parks oder Freibädern. Innerhalb von 24 Stunden nach dem Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen können sich beim Menschen die typischen Symptome wie Juckreiz, Rötungen und insektenstichartige Papeln oder Quaddeln entwickeln.

Entzündliche Reaktion (Kontaktekzem)

Die Raupendermatitis zählt zu den sogenannten akuten toxischen Kontaktekzemen. Um Symptome zu entwickeln, braucht es keinen direkten Körperkontakt mit den Raupen selbst – es genügt, mit ihren Brennhaaren in Berührung zu kommen. Es handelt sich dabei um sogenannte Nesselhaare, die die Raupen eigentlich vor Fressfeinden wie Vögeln schützen sollen. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, sind etwa zwei bis drei Millimeter lang und leicht brüchig. Die abgebrochenen Brennhaare werden durch Wind weit verbreitet und kommen sie mit der Haut in Kontakt, so haften sie mit Widerhaken fest daran.

Der menschliche Organismus reagiert auf das Nesselgift, indem der Botenstoff Histamin ausgeschüttet wird, der entzündliche Reaktionen in Gang setzt. Das kann sich unter anderem mit den typischen Hautsymptomen der Raupendermatitis wie Juckreiz, Rötungen und Knötchenbildung äußern.

Höchstes Risiko ab Mitte April

Die giftigen Brennhaare bilden die Eichenprozessionsspinner-Raupen ab dem dritten Larvenstadium aus. Am größten ist die Gefahr für eine Raupendermatitis von Mitte April bis Ende Juni, also während der Fraß- und Häutungsphase der Raupen – bis dahin besitzt eine einzige Eichenprozessionsspinner-Raupe etwa eine halbe Million dieser Gifthaare!

Die Raupen leben gesellig und ziehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher der Name „Prozessionsspinner“. Die älteren Raupen ziehen sich ab Anfang Juni tagsüber und zur Häutung in Raupennester (Gespinste) am Stamm oder in Astgabelungen von Eichen zurück, die bis zu einem Meter lang werden können. Nachts schwärmen sie zur Nahrungsaufnahme aus und kehren zum Morgengrauen zurück.

Gut zu wissen: Die an den Bäumen verbleibenden Gespinstnester bleiben oft über Jahre riskant. Denn dort haften auch nach der Verpuppung der Raupe (ca. Anfang Juli) noch Unmengen der Brennhaare.

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