MEDICE
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- Nickelallergie
- Diagnose & Therapie
Schritt1: Die Diagnose
Erste Selbstdiagnose: Der Euromünzen-Test
Es gibt einen einfachen Test auf eine mögliche Nickelallergie: Man legt eine Euromünze auf die Haut, zum Beispiel im Bereich des Nabels oder an der Innenseite des Armes, und wartet einige Minuten ab; Rötet sich die Haut um die Münze oder zeigt sich ein Hautausschlag, so ist eine Nickelallergie sehr wahrscheinlich. Glücklicherweise reagiert die Haut der Hände in den meisten Fällen ganz anders als die Haut an anderen Körperstellen.
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Daher kann man auf diese Weise
recht gut die Tendenz für eine mögliche Nickelallergie feststellen, obwohl die Hände gar nicht allergisch auf Münzen reagieren. Typische Hautareale, die bei Nickelallergie betroffen sind: Ohrläppchen (Ohr-
ring, Bauch (Jeansknopf), bei Frauen am Rücken (BH-Verschluss).
Ärztliche Diagnose:
Bei Verdacht auf Nickelallergie sollte ein Dermatologe aufgesucht werden. Dieser wird prüfen,
ob der Verdacht begründet ist.
Der häufigste Test für diesen Allergietyp ist der Patch Test (Epikutan Test): Der Hautarzt klebt
die verdächtigten Reizstoffe mit einem Pflaster auf den Rücken bzw. Oberam. Nach 48 – 72
Stunden zeigt die Hautreaktion, auf welche der Teststoffe die Haut reagiert.
Diese Reizstoffe trägt der Hautarzt in einen Allergiepass ein: Er enthält die exakte Bezeichnung
der Allergene und benennt außerdem die Stoffe, in denen sich diese verbergen können.
Der Allergiepass sollte bei jedem Arztbesuch vorgezeigt werden.
Schritt 2: Allergenvermeidung
Vorbeugung: die Vermeidung von Nickel
Die einzige Vorbeugung ist die Vermeidung von Nickel. Um festzustellen, ob Schmuckstücke oder Hosenknöpfe Nickel freisetzen gibt es in Apotheken einen sehr preisgünstigen und einfachen Test zu kaufen. Der Testgegenstand wird zuerst mit einer beigefügten Ammoniumhydroxidlösung angefeuchtet und dann mit einem Wattestäbchen, das mit einer speziellen Substanz präpariert ist, berührt. Wird Nickel freigesetzt, färbt sich das Wattestäbchen rot.
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Der meiste Modeschmuck ist aus eher billigen Legierungen, die fast in jedem Fall Nickel enthalten. Wichtig für eine allergische Reaktion ist aber nur, wie-viel Nickel an der Oberfläche des Schmucks freigesetzt wird. Die Ober-flächenbeschichtung, die die Nickel-freisetzung verhindern soll, kann aber durch häufiges Tragen des Schmucks mit der Zeit abgekratzt werden. Daher können auch Schmuckstücke, auf die man lange Zeit nicht allergisch reagiert hat, mit der Zeit eine Allergie auslösen. Bereits jede fünfte Frau reagiert allergisch auf Nickel.
Verzicht auf Edelstahlgeschirr:
Edelstahl ist eine Mischung aus Nickel, Chrom und Stahl und sollte möglichst vermieden werden.
Allgemein sollte der Verzicht auf metallhaltige Behältnisse und Küchen-utensilien angestrebt werden. Es gibt allergiefreie Alternativen wie z. B. Messer mit Keramikklinge, Besteck aus Horn, Schüsseln aus Holz, Glas und Kunststoffen.
Auf Zigaretten verzichten und verrauchte Räume meiden, denn der Rauch enthält Nickelpartikel. Luftreiniger können Spuren von Nickel reduzieren.
Leitungswasser:
Mit einem Wasserfilter können auch Spuren von Schwermetallen und Nickel entfernt werden.
Nickelarme Ernährung:
In besonders schweren Fällen von Nickelallergie kann auch eine nickelarme Diät weiterhelfen: Hilfestellung bei der Nahrungsauswahl bietet z. B. der Verträglichkeitsfilter im Allergikershop von purenature (www.purenature.de).
Hier können individuelle Reizstoffe aus einer Liste ausgewählt werden. Produkte, die diese Stoffe enthalten, sind im Shop mit einem Stoppschild gekennzeichnet. Vorsicht bei Konservendosen: Lieber auf frische Ware oder Tiefkühlkost zurückgreifen, denn Konservendosen enthalten den Reizstoff.
Schritt 3: die Behandlung
Die Behandlung einer Nickelallergie erfolgt hauptsächlich mit der äußer-
lichen Anwendung von cortisonhaltigen Salben und Cremes.
Weil Kortison bei einer Nickelallergie sehr rasch wirkt, werden die
Präparate in der Regel nur über einen sehr kurzen Zeitraum von etwa
drei Tagen angewendet.
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Handelt es sich um ein Ekzem an
den Händen, ist es oft hilfreich, die Cremes über Nacht aufzutragen und Baumwollhandschuhe zu tragen. Um den Juckreiz, der durch das aller-gische Ekzem hervorgerufen wird
zu unterdrücken, können zusätzlich Antihistaminika hilfreich sein.
Feuchte Umschläge und kühlende Lotionen können unterstützend wirken. Versuche
mit Desensibilisierungsbehandlungen konnten bis heute noch keinen wesentlichen
Erfolg erzielen.










